Seele weile
und geniesse
übe die Gelassenheit
Seele eile
und benütze
noch die Zeit die übrig bleibt
Seele teile
und vermehre
Liebe und Barmherzigkeit
Seele heile
und vertraue
in das Gute allezeit

vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Seele weile
und geniesse
übe die Gelassenheit
Seele eile
und benütze
noch die Zeit die übrig bleibt
Seele teile
und vermehre
Liebe und Barmherzigkeit
Seele heile
und vertraue
in das Gute allezeit

Jedesmal
wenn ich mein kleines Enkelkind
an mich drücke
wenn ich seine Wärme spüre
und es liebkose
wenn es mir in die Augen schaut
und mein Lächeln erwidert
und wenn es dann in meinen Armen gar einschläft
dieses kleine hilflose Bündel Mensch
dann heilt etwas in mir
dann breitet sich Frieden aus
der mich mit der ganzen Welt versöhnt
So oft ich kann, lasse ich es geschehen
lasse mich heilen und berühren
von dem Wunder
das in unsere Familie gekommen ist
Heilig ist das

Da verstehe ich auch von Neuem
das Wunder der Geburt Jesu
Das Kind in der Krippe
dessen Hilflosigkeit
und Niedrigkeit uns berührt
dessen Demut etwas in uns heilt
und uns zu Liebenden macht
Imanuel – Gott mit uns
bedeutet das nicht Versöhnung
und Frieden für die ganze Welt?
Heiland ist das
Ei Sprooch isch mir
vo allne Sprooche
bsunders lieb
und bsunders nooche
I weiss nid rächt
warum’s so isch
han villi Nächt
am Chuchitisch
drum um gschdudiert
warum si mich
so fescht berüehrt
doch offesichtlich isch Ivrit
en Teil vo mir – Brigit
scho immer gsi
han‘s nur nid gwüsst
zum Glück
hei mir eus gfunde
hei‘nis küsst
s‘isch wie Heimet
wie‘nen Ort
i lieb vo ihre jedes Wort
uf mine Lippe
wenn i red
wenn i döt bi
i de Städt
mit de Mönsche
i dem Land
do schlot mis Härz
will is verstand

Uf em Berg Tabor in Israel

Eins sein ist nicht die Grundlage
sondern die Krönung eines gemeinsamen Lebens
für meine Eltern
zum 60. Hochzeitstag

Du rührst mich an
mit deiner reinen Liebe
ohne Schuld
trittst du zu meinem Zelt
ach, könnte ich
den Zauber dir erwidern
unbedarft
kindlich und verträumt
Du fragst es nicht
lässt dich vertrauend ein
glaubend
dass es uns geschieht
und bergst dich
ganz im Glücke taumelnd
in meinen Armen
innig und geliebt
Manche Menschen folgen nur
Gehorsam ist ihr Los
folgsam tun sie was von ihnen
einer fordert rigoros
so wurde auch gesetzestreu
– die Menge schrie danach –
gefordert, dass man Jesus töt
weil er die Regeln brach

Darum bedenke das Gesetz
was Recht und Wahrheit ist
auf dass du nicht den andern schlägst
und selbst die Regeln brichst
wahre Liebe fordert nicht
sie ist, wenn es denn soll
das Gesetz, das einzig gilt
dem ich Gehorsam zoll
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Es Schneehepaar ir Früehligsunne
schmelzt vor Wärmi und vor Wunne.
Es seit der Maa:
„Oh lueg das aa,
mim Rüebli isch en Salto glunge!“
D’Schneefrau luegt und muess grad lache
„Ei, was git es au für Sache!
Do chömmer grad
es wär parat
mitenander Liebi mache!“
Sich mutig wagen
immer mal fragen
Neuland betreten
und Schritte gehn
Neugierig sein
die Welt und sich selber
entdecken und schmecken
manchmal auch irren
stolpern und lernen
nach vorne sehn
Das Leben ist reisen
ist suchen und finden
hoffen und glauben
und überwinden
Ist Weisheit und Demut
und Liebe mehren
ist schliesslich am Ende
dankbar und glücklich
nach Hause kehren

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mein Götz ist ein Spinner
ein Schlimmer, schon immer
schon damals beim Dinner
das erste Date
und nachher im Zimmer
vergesse ich nimmer
“diesmal gewinn er!”
sagte der Spinner
und richtig
er blieb mir für immer

In mir ist Ewigkeit
das Grösste überhaupt
das ich empfinde
an jedem Ort
zu jeder Zeit
bist du das Leben
Wort für Wort
mit dem ich mich verbinde
Du bist der Himmel
tief in mir
der Liebe
und der Wahrheit Gründe

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