Ich sehe selten Menschen weinen "Weine nicht!" heisst es so schön Tränen sind, man könnte meinen für manche Leute ein Problem Ich weine oft auch im Verborg'nen weil ich spür es nur zu gut ich könnte jemand überfordern mit meiner Not und Tränenflut Lachen geht hingegen bestens wer lacht denn nicht von Herzen gern auf WhatsApp lachte ich grad letztens mit meiner Tochter aus der Fern Wir lachten bis die Tränen kamen weinten ohne Sorg und Leid Eins der gänzlich fröhlich Dramen und wie schön war es zu zweit Ich wünschte mir viel mehr zu teilen von dem, was halt zu Tränen führt Sei es Lachen oder Weinen wenn's unsre Herzen nur berührt...
Schlagwort: Gefühle
zu viel
Ich fühle zu viel,
es geht immer tief,
einfach viel und zu intensiv.
Oft bin ich dann
mit allem Empfinden
allein und ich kann
mich selbst nicht mehr finden.
So gern würd' ich's teilen
anstatt, dass ich's horte
doch find ich derweilen
nicht einmal Worte.
Drum schweige ich lieber
und hoffe,
s’wird wieder.

Schwiige isch nid immer Gold
Manchmal wird das Schweigen zwischen Menschen so laut
dass einer sich die Ohren zuhalten muss
Im Dorli drin schwigts eländ lutt
sit me ihm het gseit
dass me ebe schwiige wett
will mes nid vertreit
Ja, was denn? Was vertreit me nit?
Isch’s öppe d’Wohret, säg?
Derbi wärs aller höchschti Zyt
und s’Gspröch der einzig Wäg
Dr einzig Wäg um sich z‘verstoh
isch d’Tatsach zerscht z‘verträge
dass ein nid s‘Gliiche fühlt wie du
und d’Gfühl – dörf jede säge
Villicht hesch dich no gar nie traut
vo eigne Gefühl z’verzelle
und s’Rede isch dir nid vertraut
au wenn’s no gärn hetsch welle
Doch het e jedes Gfühl en Grund
und jede Grund si Gschicht
drum loss es zue zur rächte Stund
bevor gar alls zerbricht
Irgendeinisch isch es z‘schpoot
und s‘git vom ewig Schwiige
ä Tinnitus wo nüm vergoht
wo immer luut wird bliibe
verbunden
Was ist es, was ich fühle
nach vielen Jahren noch?
in mir
ich spüre es ganz deutlich
lebendig, nah und doch…
Ist mir nicht dein Leben
längstens unbekannt?
Freundin,
Was war es überhaupt
was damals uns verband?
So oft ich an dich denke
stürmt es auf mich ein
und heut‘ in meinem Träume
riefst du mich plötzlich an:
Ich hielt den Hörer fest
in meiner Hand und lauschte
Stille
du sagtest gar kein Wort
nur die Verbindung rauschte
–
Für einen Augenblick
sah ich die Kinderschar
im Traum
die Deinen und die Meinen
als ob es gestern war
Wie liebte ich die Tage
die wir bei euch verbracht
Jahr für Jahr
dass es nicht so bliebe
hätt ich nie gedacht
–
Ich bat dich doch zu sprechen
doch blieb die Leitung still
schliesslich
hab ich den Anruf unterbrochen
mit mulmigem Gefühl
Noch Tage später war es mir
als würd im Augenblick
das Telefon
als müsste es doch klingeln
und dein Anruf käm zurück!
Er kam nicht, doch traf׳s mein Herz
als ich es spät erfahren
Dein Schweigen damals
an dem Tag
hast du dein Kind verloren
in Verbundenheit für Tabita und Omer

Bildquelle: https://de.123rf.com/