ein Gedicht in Bildern












vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
ein Gedicht in Bildern












So manch vermeintlich raues Herz
ist innen fein und glatt
es schützt sich nur vor Liebesschmerz
weil’s viel gelitten hat
Nimmt’s einer zärtlich in die Hand
und löst die raue Schicht
bricht durch des Schutzes dicke Wand
sein sanfter Kern ans Licht

Ich werde leer und leerer
mit jedem Tag noch mehr
und frag mich immer mehrer
wie leer ist wirklich leer?
Und was, wenn diese Leere
mich füllt bis obenan
und ich vor lauter leer sein
nichts mehr empfangen kann?
In meinem Herzen
wohnst du
in meinen Gedanken
webst du
doch in meinem Leben
fehlst du

In my heart
you are dwelling
in my thoughts
you are weaving
but in my life
you are missing
Es isch Zyt
für en neue Umgang
unterenand
en Schnitt
mit de alte Zyt
Es isch Zyt
für en neue Afang
mitenand
en Schritt
in e neui Zyt
Es isch Zyt
für en neue Zuegang
zunenand
wenn de witt
es isch Zyt
Zu sagen: „Nun, es war mein Recht“
obwohl – dem anderen geht’s jetzt schlecht
ist Angesichts der Lage schlicht
als spuke man in sein Gesicht

Ich traf den Herren heut beim Baden
und dachte mir, es könnt nicht schaden
ihm ein liebes Wort zu geben
sicher ist’s nicht leicht, sein Leben
Auf die Frage, wie’s ihm gehe
meinte er, dass man’s ja sehe
und ich doch keine Ahnung hätte
vom Leben in des Flusses Bette
Ständig würde er von Steinen
geschubst, sogar schon von den Kleinen
Da tat‘s mir leid um solch ein Los
und legte ihn auf meinen Schoss
Ich fragte, ob es ihm genehm
wenn ich ihn nach Hause nähm
nur – er müsse mir versprechen
ab und zu auch mal zu lächeln.
Da sagte er: „Du musst verzeihn
Ich bin nun mal so hart wie Stein
Da blieb am Schluss der Herr im Fluss
dort liegt er noch am selben Ort
und wird geschubst in einem fort
Viel öfter
als dass sich ein Frosch
in einen Prinz verwandelt
verwandelt sich ein Prinz
in einen Frosch

Die Jahre ziehen wie Wasser im Fluss
und spülen so manches an Land
mal ists Geröll, mal ein freundlicher Gruss
des Lebens Spuren im Sand
Und manchmal glitzern die Sterne darin
und künden von Jubel und Glück
Mädchen, du warst mein schönster Gewinn
denk ich an dein Kommen zurück
Du brachtest mir Freude und Tränen zugleich
das Wasser stieg manchmal gar hoch
doch waren die Jahre wie nie zuvor reich
und reich sind sie immer noch
Oft halte ich inne – ich liebe es sehr
am Fluss Deines Lebens zu stehn
und wünsche, er bringt dir an Gutem noch mehr
mein Kind, deine Welt ist so schön

Früher habe ich viel gemacht, ohne etwas zu denken
heute denke ich viel , ohne etwas zu machen
