Braunbär beim Brunnen

eine Gutenachtgeschichte für meinen Enkel Benia. Ihm zu Ehren fangen alle Worte mit „B“ an.

Brauner Bär brummt beim Brunnen.
Bello bellt.
Bär bedrängt Bello, beisst bereits bedrohlich.
Benia beschliesst: „Bretter befestigen!
Badehaus barrikadieren!
Besser Bombe bereiten, Bär bombardieren!
Bär beabsichtigt Beute!
Bald Besuch! Boni und Bruder!
Bisschen beschissen – Braunbär beim Brunnen!

Besuch betritt Bauernhof
Bingo!
Bruder beschiesst Bär, bzw. Bello!
Bello bewegungslos.
Blöööd!
Bär bleibt beweglich, brummt belämmert,
bummelt breitbeinig bis Bärenhöhle.
Bald beruhigt. Bedrohung beendet.
Bravo!
Bello beim Blumenbeet bestattet.
Bedauerlich.
Bruder betreten.
Benia bittet Besuch: „Bleibt! Bald baden beim Brunnen.
Brauchen beide Badetuch? Bambeln bereits beim Baum! Bitte bedienen.“
Benia bittet besonders:
„Beim Baden beachten!
Bär biss beinahe Bello. Bär braucht Beute.
Brummt Bär – besser Beine beschleunigen.
Bombe bereit beim Badehäuschen.
Bär bewerfen.“
Bumm!

Hey girl

Hey girl
come and see me 
so the cup explodes with absolute glee 
hey girl 
remember you are the swirl 
and glistening discovered pearl 
hey lady 
will you take a drink with me 
or allow our space to grow 
to which places we can just discover to go 
hey baby 
you jumped out to prove 
the tapestry is rich and smooth 
the vital energy and contemplative air 
hey girl 
you bare your soul and care
the student

Sieben Seesterne

Eine Gutenachtgeschichte für meinen Enkel Simon. Ihm zu Ehren beginnen alle Worte mit „s“. Allerdings ist es fraglich, ob er nach all diesen Ereignissen noch schlafen kann….🥴

„Sali Simon, schon Sonntag!
So schön – schulfrei!
Schule sicher streng.
Sonntag schlafen, schonen, spazieren…

Sag, scheint Sonne?“
„Sie scheint! Sehr schwül sogar!“
„So, so. Simon sicher schlapp.
Schweissgebadet, stimmts?“
„Stimmt.“
„Sonnenschirm spannen? Sonnenbaden?
Schattenspiele spielen, sowie See schwimmen?
Sicher sehr sauber!“

Stunden später schwimmt Simon.
samt Schwimmflügel.
Sichtlich sorglos.

„Scheisse!“
„Simon, sowas sagt….
„Schiff sinkt! Schau selbst!
Starker Strudel, so schlimm!
Schnell!
Sofort SOS schreien!“
„Shit! Straße Stau!
Sonntagsfahrer stopfen Strasse!
Schande!“

„Seeretter sind spät, saperlot!“
„Schiff sinkt senkrecht
Sonne auch! (sowieso)
Schwarzer Sonntag
Seeleute sterben ☹
Schade.“

Spaziergänger schluchzen.
Sie schauen später Sonntagszeitung:
Schiff sank, sieben Seeleute starben.
Simon schweigt.
Sicher schmerzt seine Seele.
Schreckliches Schiffsunglück!


„Schlaf schön, Simon.
Schon scheinen Sterne, 
sie schimmern schneeweiss – sieben Seesterne.“ 

Fotoprojekt 2023 Juli, Werdenberg/Margelkopf

Beitrag zum Fotoprojekt die vier Jahreszeiten von Royusch

12. Juli, frühmorgens nach einem richtig guten Regen

Städtchen wie Schloss Werdenberg verdanken ihren Namen einer alemannischen Wortbildung: „Werd“ heisst „Insel“ oder „erhöhtes Gelände zwischen den Sümpfen“. Werdenberg bedeutet demnach „Inselberg“ Er erhebt sich majestätisch über dem kleinen reizvollen See, vor Zeiten umgeben von Sumpfgebiet, das der in den Bodensee abgewanderte Rheingletscher noch lange zurückgelassen hatte.

Das fachkundig restaurierte Städtchen ist heute ein überdauertes Stück Mittelalter inmitten der industrialisierten Rheinebene. Es darf als das bekannteste und gefälligste Beispiel einer mittelalterlichen Holzbausiedlung mit städtischem Charakter in der Schweiz bezeichnet werden.

Quelle: Das schöne Werdenberg von Jakob Vetsch/ Buchs Druck und Verlag

ein Sommermorgentraum/Haiku

Wie schön ist die Welt
früh morgens- wenn alles schläft
und der Tag erwacht

Durchs offne Fenster
dringt der erste Sonnenstrahl
über die Berge

Vögel, die zwitschern
und der Duft von Röstkaffee
ein Sommermorgentraum

Das Herz hüpft und jauchzt
Ich muss hinaus und tanzen
im taufrischen Gras

Yad Vashem – ich gebe ihnen einen Namen

Kürzlich stand ich im Holocaust Museum Yad Vashem in Jerusalem in der Halle der Namen

Den vier Millionen achthunderttausend der fast sechs Millionen Juden, die von den Nazis und ihren Helfershelfern ermordet wurden, ist hier ein Denkmal gesetzt.
Der freie Platz in den Regalen steht für die Namen von mehr als einer Million Opfern, deren Namen noch nicht gefunden wurden.

Es sind Menschen – wie du und ich – die in diese Welt hineingeboren wurden, um das Leben zu haben und die von ihren Mitmenschen des Lebens unwürdig befunden wurden!

Die Gedenkstätte der Kinder

Der Raum ist komplett verspiegelt und reflektiert das Licht von fünf Kerzen. Durch die tausendfache Spiegelung dieser fünf  Lichter wird eine enorme Größe im Raum erzeugt, die symbolisch für die Anzahl von alleine rund 1,5 Millionen Kindern und Jugendlichen steht, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Ihre Namen, ihr Alter und ihre Herkunft werden Tag und Nacht gerufen. Das Endlosband braucht ungefähr drei Monate, um alle Namen wiederzugeben.

Wie nie zuvor geschockt über das grausame Sinnen des Menschen wurde ich gleichzeitig von dieser heiligen Stätte und von den Worten ergriffen, welche über ihrem Eingang stehen:

Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen. Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals ausgetilgt wird.

Jesaja 56,5

Textquelle: Wikipedia/ https://www.yadvashem.org/de.html