
Worte: Andreas Braun, Foto: Brigwords
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten

Worte: Andreas Braun, Foto: Brigwords
Beitrag zur gestrigen Schreibanregung:
Ich fühle mich grad sehr entspannt war eben noch im Traumeland am Himmel geht die Sonne auf der neue Tag nimmt seinen Lauf Kaffee steht auf dem Tisch und Toast der Rest kann warten ganz getrost

ich wünsche allen einen frohen Tag ☀️☀️☀️
beim Betrachten eines alten Fotos…

Verschwommen nur
und doch so klar
berührt dein Bild
mich sonderbar
Es ist, als wär
ich nochmals dort
ganz nah bei dir
anstatt weit fort
Wie oft sah ich
nur meine Welt
und nicht, was
deinen Tag erhellt
Und sah auch nicht
was deine Sorgen
vor lauter ICH
bliebs mir verborgen
Heute magst du
nicht mehr reden
du siehst die Dinge
als gegeben
Doch ich
ich fühle umso mehr
dein Herz
und es berührt sehr
Ach Mutter, innigst
wünsch ich mir
noch eine Zeit
ganz nah bei dir
deine Brig
Beitrag zum Fotoprojekt die vier Jahreszeiten von Royusch
Liebe Leser,
diesmal habe ich gewartet, bis mir ein Schwan vor die Kamera schwimmt. Die Schwanenfamilie gehört samt den vielen Entlein zum Bild von Werdenberg und lockt jedes Jahr viele Besucher an. Manche Besucher geben den Schwänen und Enten sogar Namen und sprechen mit ihnen. Man kümmert sich offenbar um ihr Wohl und es ist dann halt besonders tragisch, wenn das „Trixli“ vom Fuchs gefressen wird 🥴
Dieses Jahr hat das Schwanenpaar nach zwei erfolglosen Jahren ein einziges Jungtier aufgezogen (es ist schon recht flügge und wollte sich nicht sehen lassen). Es gab davor aber Jahre mit vielen Jungtieren, was natürlich ein herrlicher Anblick ist, aber leider auch immer wieder zu chaotischen Szenen führt, wenn die Eltern die Jungen im Herbst aus der Kinderstube vertreiben. Da werden mitunter richtige Kämpfe im Wasser und in der Luft ausgetragen und die armen Jungtiere irren dann auf der Strasse und in der Umgebung herum, bis sie verstanden haben, dass sie auf dem Werdenbergersee nicht mehr erwünscht sind.
Lasst euch also von der Idylle nicht allzu sehr blenden 😂

Wie wäre es mit dem Namen Roberto für den Schwänerich?
😀
Beitrag zur Mitmachaktion von Eva Dein Poet
Missgeschick kleines Unglück passiert jedem mal mir passiert es öfter Schicksal? 🤷♀️
eine Gutenachtgeschichte für meinen Enkel Benia. Ihm zu Ehren fangen alle Worte mit „B“ an.
Brauner Bär brummt beim Brunnen.
Bello bellt.
Bär bedrängt Bello, beisst bereits bedrohlich.
Benia beschliesst: „Bretter befestigen!
Badehaus barrikadieren!
Besser Bombe bereiten, Bär bombardieren!
Bär beabsichtigt Beute!
Bald Besuch! Boni und Bruder!
Bisschen beschissen – Braunbär beim Brunnen!
Besuch betritt Bauernhof
Bingo!
Bruder beschiesst Bär, bzw. Bello!
Bello bewegungslos.
Blöööd!
Bär bleibt beweglich, brummt belämmert,
bummelt breitbeinig bis Bärenhöhle.
Bald beruhigt. Bedrohung beendet.
Bravo!
Bello beim Blumenbeet bestattet.
Bedauerlich.
Bruder betreten.
Benia bittet Besuch: „Bleibt! Bald baden beim Brunnen.
Brauchen beide Badetuch? Bambeln bereits beim Baum! Bitte bedienen.“
Benia bittet besonders:
„Beim Baden beachten!
Bär biss beinahe Bello. Bär braucht Beute.
Brummt Bär – besser Beine beschleunigen.
Bombe bereit beim Badehäuschen.
Bär bewerfen.“
Bumm!

Hey girl come and see me so the cup explodes with absolute glee hey girl remember you are the swirl and glistening discovered pearl hey lady will you take a drink with me or allow our space to grow to which places we can just discover to go hey baby you jumped out to prove the tapestry is rich and smooth the vital energy and contemplative air hey girl you bare your soul and care

the student
Eine Gutenachtgeschichte für meinen Enkel Simon. Ihm zu Ehren beginnen alle Worte mit „s“. Allerdings ist es fraglich, ob er nach all diesen Ereignissen noch schlafen kann….🥴
„Sali Simon, schon Sonntag!
So schön – schulfrei!
Schule sicher streng.
Sonntag schlafen, schonen, spazieren…
Sag, scheint Sonne?“
„Sie scheint! Sehr schwül sogar!“
„So, so. Simon sicher schlapp.
Schweissgebadet, stimmts?“
„Stimmt.“
„Sonnenschirm spannen? Sonnenbaden?
Schattenspiele spielen, sowie See schwimmen?
Sicher sehr sauber!“
Stunden später schwimmt Simon.
samt Schwimmflügel.
Sichtlich sorglos.
„Scheisse!“
„Simon, sowas sagt….
„Schiff sinkt! Schau selbst!
Starker Strudel, so schlimm!
Schnell!
Sofort SOS schreien!“
„Shit! Straße Stau!
Sonntagsfahrer stopfen Strasse!
Schande!“
„Seeretter sind spät, saperlot!“
„Schiff sinkt senkrecht
Sonne auch! (sowieso)
Schwarzer Sonntag
Seeleute sterben ☹
Schade.“
Spaziergänger schluchzen.
Sie schauen später Sonntagszeitung:
Schiff sank, sieben Seeleute starben.
Simon schweigt.
Sicher schmerzt seine Seele.
Schreckliches Schiffsunglück!
„Schlaf schön, Simon.
Schon scheinen Sterne,
sie schimmern schneeweiss – sieben Seesterne.“

Beitrag zum Fotoprojekt die vier Jahreszeiten von Royusch

12. Juli, frühmorgens nach einem richtig guten Regen
Städtchen wie Schloss Werdenberg verdanken ihren Namen einer alemannischen Wortbildung: „Werd“ heisst „Insel“ oder „erhöhtes Gelände zwischen den Sümpfen“. Werdenberg bedeutet demnach „Inselberg“ Er erhebt sich majestätisch über dem kleinen reizvollen See, vor Zeiten umgeben von Sumpfgebiet, das der in den Bodensee abgewanderte Rheingletscher noch lange zurückgelassen hatte.
Das fachkundig restaurierte Städtchen ist heute ein überdauertes Stück Mittelalter inmitten der industrialisierten Rheinebene. Es darf als das bekannteste und gefälligste Beispiel einer mittelalterlichen Holzbausiedlung mit städtischem Charakter in der Schweiz bezeichnet werden.
Quelle: Das schöne Werdenberg von Jakob Vetsch/ Buchs Druck und Verlag