Macht und Gewalt

Macht und Gewalt
sie haben das Geld
in Hülle und Fülle
regieren die Welt
wie’s ihnen gefällt
Das Meiste für sie
sie werden sich’s leisten
und nichts oder wenig
bleibt uns und den Meisten
Jawoll, sie wollen
gar mehr noch, die Ollen
sie drohen und prahlen
was einem dann halt
nicht wundert wenn’s knallt
Du heiliger Gral
Wer hat sie gewählt?
die Grossen, die Tollen!
Wer wird das bezahlen?
wann wird uns denn endlich
der „Zwanziger“ fallen?
Ich fürchte die Tage
der Welt sind gezählt.
Ein paar, die sich noch
an die Hoffnung krallen
rufen zu Hilfe
und während die Schreie
langsam verhallen
blähen und brüsten
die Dicken und rüsten
als wär’s keine Frage
sie lieben die Lage
und reden und lallen
und „schnallen“ es nicht
Auch sie werden fallen
Die Teufel, sie lachen

oh Gott wenn’s dich gibt
kannst du noch was machen?

 

Ausziehen

Sich mutig wagen
immer mal fragen
Neuland betreten
und Schritte gehn
Neugierig sein
die Welt und sich selber
entdecken und schmecken
manchmal auch irren
stolpern und lernen
nach vorne sehn

Das Leben ist reisen
ist suchen und finden
hoffen und glauben
und überwinde
n
Ist Weisheit und Demut
und Liebe mehren
ist schliesslich am Ende
dankbar und glücklich
nach Hause kehr
en

24876153 - path in the field and sunset. rural landscape

Bildquelle: https://de.123rf.com/

 

zu Fuss im Fluss

mit den Enkeln beim Steine suchen auf der Kiesinsel fand ich diesen Fuss…

fuss (Medium)

Ein Fussdruck aus Stein
fand ich gestern im Rhein
und hätte fast samt
den Buben das Land
nicht mehr erreicht ganz allein…

Ich nahm sie zur Hand
die Kleinen, sie liefen
und Wasser triefen
in Schuhe und Socken
wir waren nass
und ziemlich erschrocken

Doch welch ein Glück
wir kamen zu Fuss
von der Insel im Fluss,
zurück auf das Land
und sahen grad noch
wie diese verschwand

wenn ich loslasse

Wenn ich mich am Abends
einkuschele
in meine Decke
und meine Augen schliesse
wenn ich loslasse
und in deine Arme falle
hältst du mich
wie eine Mutter ihr Kind
und wiegst mich
in den Weiten des Universums
durch die dunkle Nacht
Du gibst mir Mut
Worte des Lebens und der Kraft
Und des Morgens
bringst Du mich zurück
in den neuen Tag
Du stellst mich auf meine Füsse
und traust mir zu
dass ich meinen Weg gehe
Du glaubst an mich
und bist doch nie weit von mir
Du fängst mich auf
Immer
wenn ich loslasse

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im Zug mit dir

I han di gseh
am Bahnhof stoh
kei Zwiifel
bisches du, Antonio

I red di a
bisch überrascht
du kennsch mi grad
und lachisch
echli verläge fascht

wie lang hei mir
eus nümme gseh
und überhaupt
hei mir eus je
so richtig gseh?

I gspüres grad
de Augeblick
de ghört jetz eus
mir stiige i
was für es glück
in gliiche Zug
du und ich
zmitzt i de lüüt
es isch eus gliich

I lueg di a
und stuune
was du seisch
und wie du redsch
alls a dir isch mir bekannt
dis Lachä
dini Art
ob du’s au fühlsch?
mir sind
meh als nur verwandt

de Zug chunnt a
im Bahnhof Züri
sisch nid s’letschti Mol
wo mir eus gsend
das gschpüri
i dir und mir
isch öppis blibe hange
en Teil vo eus
im andere
wird immer Sehnsucht ha
und blange

 

Für min Cousin Antonio
Mir hend eus chürzlich zuefällig am Bahnhof troffe, sind in gliiche Zug iigstiege und hend mitenand  gred,
wahrschinlich s’erschti Mol überhaupt i eusem Läbe. Es isch mer gsi…als hätt i no en Brueder becho…

 

Glockengeläute

Wenn Glocken läuten um Mitternacht
ergreift mich das Wunder erneut
als würde stehen vor ihrem Spiel
die Zeit und die ganze Welt

Ihr Klang trägt mich wie auf Flügeln davon
es kehren die Tage zurück
die Glocken im Turme jubeln im Chor
zu Freude und Liebe und Glück

und war es auch schwer, der Glockenklang hüllt
den Schmerz und so manches Leid
Friede umgibt mich in kalter Nacht
gleich wie ein wärmendes Kleid 

und dann wird es still
bum …bum… bum

mein Herz schlägt mit mit dem Schlag an der Uhr
die Sterne ziehen dahin
sie kommen mit in ein neues Jahr
sag Gott, wo führt  es uns hin? 

 vom Turme kommt schon die Antwort herab
begleitet von hellem Klang
die Glocken verkünden das treue Wort
ich gehe den Weg dir voran 

ein Weilchen bleib ich beim Turme noch stehn
schau hoch zu dem Sternenmeer
dort ist bewahrt was jemals geschehn
und das, was wird sein noch viel mehr
DSC03857 (Medium)

innehalten, Augen schliessen und dem Glockengeläute zum neuen Jahr lauschen

Friede der ganzen Welt

Friede mit dir
Herr Jesus Christ
Friede der ganzen Welt
gesegnet bist du
der Frieden bringt
herab vom Himmelszelt

Für dich leuchten heute
in deiner Stadt
die Steine in goldenem Schein
willkommen bist du
im Namen des Herrn
Yeshua, um bei uns zu sein

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Yeshua ist der Name Jesus auf Hebräisch
und bedeutet Retter