Limerick/Frau Blank

Frau Blank - sie war viel zu schlank
sie nahm nur Wasser und trank
vier Liter am Tage
da war’s keine Frage
nach Wochen war sie schwer krank

Man stellte sie auf die Waage
12 Kilo ! Bringt eine Trage
Sie lag ohne Wank
doch Gott - ihm sei dank
fand jemand noch Schokolade

Man rief auch sogleich Doktor Frank
der kam ganz schnell um den Rank
und hörte - wie schade
die Totenklage
Das wars dann wohl, liebe Frau Blank


Jahreswende


Die Zeit vergeht
von Stunde zu Stund
Der Zeiger dreht
und tut sie uns kund

Wir schaffen und leben
darinnen und weben
und hoffen, wir kommen
nicht allzu daneben

Mal scheint sie uns kurz
und dann viel zu lange
Manch einer kommt
mit der Zeit nicht zu Gange

Doch alles geschieht
Gefreutes und Leides
in dieser Zeit
Sie gibt und nimmt Beides

Bald drängt sie uns weiter
bleibt niemals stehn
auch wenn uns nichts daran liegt
mit ihr zu gehn

Und doch hat die Zeit weder
Anfang noch Ende
Die Uhr geht im Kreise
Alles ist Wende

Vom Gestern zum Morgen
die Zeit ist nur Schein
s'ist alles geborgen
im ewigen Sein

Happy new Year

Altjahrsnacht


Wenn Glocken läuten zur Altjahrsnacht
ergreift mich das Wunder erneut
als würde stehen vor ihrem Spiel
die Zeit und die ganze Welt

Ihr Klang trägt mich wie auf Flügeln davon
es kehren die Tage zurück
die Glocken im Turme jubeln im Chor
vor Dankbarkeit, Freude und Glück

Und war es auch schwer, der Klang umhüllt
den Schmerz und so manches Leid
Friede umgibt mich in fröstelnder Nacht
gleich wie ein wärmendes Kleid

Und dann wird es still….bum …bum… bum…

Mein Herz schlägt mit – mit dem Schlag an der Uhr
die Sterne ziehen dahin
sie kommen mit in ein neues Jahr
sag Gott, wo führt es uns hin?

Vom Turme kommt schon die Antwort herab
begleitet von hellem Klang
die Glocken verkünden das treue Wort
ich gehe den Weg dir voran

Ein Weilchen bleib ich beim Turme noch stehn
schau hoch zu dem Sternenmeer
dort ist bewahrt was jemals geschehn
und das, was noch sein wird viel mehr

Ich wünsche euch von Herzen
ein gesegnetes und glückliches neues Jahr

wart uf mi…

Was hesch ächt no dänkt
die letschte Sekunde
im letschte Momänt
uf dr Ärde unde?

Du hesch di so gfreut,
dass es dir besser goht
i ghör di s'no säge
und jetzt bisch tot

Wiit wäg han i s'Gfühl,
bisch wiit wiit furt
Weisch ächt und gspürsch
wie's mer Kehle zueschnüert?

Wie weh, dass mer‘s tuet
dass du bisch gange
und wie schwer all das wiegt
wo isch bliibe hange?

Weisch du, wie sehr
i di all Tag vermisse
und wie mi de Schmärz mängisch
fasch wett verrisse

Chumm doch chli nöcher
i wünscht i mir so
dass i chönnti gspüre
bisch no es wie do

Du würdisch mi gseh,
und würdsch di verbinde
mit mir liebä Götz
en Wäg zu mir finde

I wünschti mir
I chönnti dir säge
wie leid mer alls tuet
und wie gern würdi di

nomol träffe,
gäll, wartisch uf mi

das kleine Herz

Ich träumte heut von Dir
als wärest du noch hier
du lachtest und warst glücklich
und sprachst so lieb zu mir

Und wie, wenn du noch mehr
mir sagen wollt'st, wie sehr
du mich vermisst und liebest
fand ich - wie kam's daher?

Das Herz, ein rotes, kleines!
Wie oft war es doch Deines
wir schenkten es uns hin und her
und jetzt - jetzt bleibt es Meines