Friede der ganzen Welt

Friede mit dir
Herr Jesus Christ
Friede der ganzen Welt
gesegnet bist du
der Frieden bringt
herab vom Himmelszelt

Für dich leuchten heute
in deiner Stadt
die Steine in goldenem Schein
willkommen bist du
im Namen des Herrn
Yeshua, um bei uns zu sein

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Yeshua ist der Name Jesus auf Hebräisch
und bedeutet Retter

de erschti Priis

Min Unggle het en Schiilift gha
am Hügel näb sim Huus
i bi damals nones Chind
es schüchs gsi und es chlis

Fahre hani zwar scho chönne,
breit und beinig uf de Schii
aber bim e Renne gwünne
wär ganz und gar unmöglich gsi

Das hani gwüsst woni verstohle
de Gschänklitisch bestuunet ha
für all wo starte hets döt Priise
schön und wunderbari gha

 Eine het mer bsunders gfalle
aber ebe…s’isch wie s’isch
dä wo gwünnt wird ohni Zwiifel
grad DAS Gschänkli neh vom Tisch

Es isch es Taschelämpli rot
es runds gsi und mit chline
wienes Mariechäferli
mit schwarze Pünktli fine

No nie hani es sones härzig
Tierli gseh zum lüchte
genau das wärs woni grad jetz
zum glücklich si no brüüchte 

Es het mi gwüss grad animiert zum
schnäller si denn je
und so guet is halt ha chönne
bin i abe ufem Schnee

Gnützt hets aber gar nid vill
uf de Lischte wiit wit hinde
jo, die Letschti bini gsi
die Letscht vo allne Chinde

De Unggle het mi denne tröschtet:
„Lueg es het doch gwüss
au für di es chlises Gschänkli
zum Bispil dört die feine Nüss!“ 

De Tisch isch fascht scho abgruumt gsi
won i bi zuenem cho
und gseh – ungläubig- s’Chäferli
de bescht Priis lit no do!

Ganz verläge han en gno
unds nid so rächt verstande
dass niemer, keine usser mir
das Lämpli kuul het gfunde

Sicher ischs en Irrtum gsi
drum hanis schnäll versteckt
villicht hätt ein im nach hinein
de Irrtum no entdeckt 

Wo’s dunkel gsi isch a däm Obe
het es überglücklichs Chind
dihei im Bett under de Decki
mit em Chäferlämpli gspillt

und so zu sich sälber gseit
was kümmeret mich e Lischte
niemert weiss es aber hüt
hani gwunne uf de Pischte

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Ulrich Schaffer | Nicht noch mehr Menschen

Ich brauche nicht noch mehr Menschen, um erfüllt zu sein.
Es reicht, mein Leben mit denen zu vertiefen,
die ihr Leben mit meinem teilen wollen.
Wir können weiter über das nachdenken, was uns angeht,
wir können neue Dimensionen erforschen
und unserer Zeit miteinander eine andere Qualität geben.
Ich möchte über das reden,
was jetzt in der zweiten Lebenshälfte,
oder im letzten Drittel oder Viertel, wichtig ist.
Auch können wir noch offener und achtsamer sein
für die wortlose Kommunikation,
für die Schwingungen, in denen unsere Seelen leben.
Vielleicht wird es auch dazugehören,
die Menschen loszulassen,
die auf verschiedene Weise ausgedrückt haben,
dass sie diese Vertiefung mit uns nicht wünschen,
weil sie ihnen nicht wichtig oder zu anstrengend ist.
Es wird schmerzen, aber es wird gut tun, frei zu sein
für den eigenen Weg.

Ich will bei denen sein,
die mich bei sich wünschen.

Ulrich Schaffer

der Steinblick

Ich leide am Steinblick beim Wandern
vor lauter Steine
kommt mir der Weitblick abhanden
mein Auge entdeckt
grosse und kleine
mitunter geschickt
findet es gar
ein seltenes Paar
was Glück ist, ich meine
das freut mich schon sehr
denn manche Steine
sind alt und antik
eigentlich alle
doch manche sind‘s mehr
und eben auch schick
darum passiert es
oft wegen einem
oder der Fülle
von schönen Steinen
dass ich den Ausblick
beim Wandern verpasse
die Augen am Boden
herum wandern lasse
es holt mich der Steinblick
doch jedes Mal ein
und lässt mich des Abends
noch steinreicher sein

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Andenken an die Wüstenwanderung im Negev, Israel

s’Schneewitli

Im Brockehuus han is entdeckt
s’Schneewitlibuech
es koschtbars Exemplar
genauso alt wie’n ich
und jedi Siite ufklappbar

E sones Buech hett i als Chind
gwüss veruckt gern gha
s’isch mer gsi als wien en Traum
damals, wo’nis  gseh
und drinne blätteret ha

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s‘Schneewitli drüdimensional
mit sine siebe Zwärge
die bösi Häx, de schöni Prinz
hinter de siibe Bärge
en Sarg us Glas und denne zletscht
am Königshof
es Hochzytsfescht

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i han‘s gliebt und s’Bescht –
jetz lit das Buech vor mir!
E Stimm seit liis:
Das chaufsch dr grad
doch denn – g‘sehni de Priis
du mini Güeti isch das tüür!
hundert Schtutz
das isch jo g‘schpunne
x-mol han is dreit ir Hand
und mi denne andersch b’sunne

I bi defür mit miner Tochter
go n’es Kaffi trinke
wägem Buech het si nur gmeint:
huuu, das würd mir stinke
sovill Gäld, es isch no fräch
für alti Büecherwar
Mami, sicher gits das gliiche
woanders no vill billigar

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Dihei han is em Maa verzellt
er het’s grad sofort gspürt
dass mi de Fund
jetzt halt berüehrt
und seit denn au: „Du liebi Frau
verchopf di nid wäg some Priis
mir gönge‘s morn go hole
denn hesch das Buech
denn isch es diis!“

Am nöchschte Tag im Brockehuus
isch d‘Enttüschig gross
mis Buech isch weg
s’isch niene meh
öpper heg’s grad poschtet
churz nachdem i gange bi
so isch de Bscheid
– es het mi g’fruschtet –
vom Brockibsitzer gsi

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i han mi grämt und g‘ärgert
dass i so gizig gsi
und das Buech mir nid de Wert
nid wert isch gsi
zum’s sofort mit mir heime neh
fascht brüelt hani i derwäge
und mer gschwore denn:
s‘Nöschtmol losisch uf di Stimm
und schätzisch‘s si nid gring

Am Muettertag nid lang druf abe
chunnt mi Tochter z‘Bsuech
und leit mer fascht a chli verläge
uf‘s Bett es ipackts Buech
i packes us …..s’Schneewitli!

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Jetzt hett i fascht vor Freud no brüelt
das tuusigs choge  Chind
isch heimlich no am gliiche Tag
is Brocki gange gschwind
hets Büechli kauft und so sin Wert
a säbem Muettertag
ums Vielfach nomol gschteigert
das isch wohl gar kei Frag