‚S isch mir alles eis Ding
ob i lach oder sing
ha-n-es Härzeli wie-n-es Vögeli
darum liebe-n-i so ring
ha-n-es Härzeli wie-n-es Vögeli
darum liebe-n-i so ring

hier könnt ihr euch das bekannte schweizerdeutsche Kinderlied anhören
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
‚S isch mir alles eis Ding
ob i lach oder sing
ha-n-es Härzeli wie-n-es Vögeli
darum liebe-n-i so ring
ha-n-es Härzeli wie-n-es Vögeli
darum liebe-n-i so ring

hier könnt ihr euch das bekannte schweizerdeutsche Kinderlied anhören
Weil ich so gerne lerne
und weil ich’s wissen muss
beiss ich an der Schale
von mancher harten Nuss
Und find ich dann die Kerne
hab ich zum guten Schluss
wie schon so viele Male
den wahren Lerngenuss

Der Kernbeisser ist ein wahrer Nussknacker!
Für alle, die gerne Kraftfutter mögen 😉
S‘Dorli isch mit Emotione
gsägnet und scho immer gsi
in allne Läbessituatione
hets au sini Seel debi
Es offes Buech isch äs für jede
wo gärn Mönsche läse tuet
s‘Läbe teile, zäme rede
dass find s‘Dorli ebe guet
Es schämt sich nid für sini Träne
für sin Schmerz und handkehrum
lachts wie blöd und chan nid höre
s’lacht sich schier dr Buckel chrumm
S‘Dorli chan sich ganz vertüüfe
und sich fescht begeischtere
es tuet sich gern au mol verschlüüfe
wills nid alls chan meischtere
Es fühlt immer. Meischtens z‘vill
Es liebet oft und heftig
s‘Läbe isch kei eifachs Spiel
und öppe mol ischs deftig
Trotzdäm – ohni Emotione
ohni Uf und Ab im Läbe
ohni Gfühlsexplosione
Wär s‘Dorli mit sich voll dernäbe


Legg d’Händschä a und gueti Schueh
nimm de Mantel, chnöpf en zue
heb di warm ir Winterszyt
bis zum Früehlig isch’s no wiit
ich reise dann mal ein bisschen an die Sonne 😉
machts gut, Ihr Lieben!
Ein kleines Gespenst fand ich gestern im Fluss
es hält mit den Händen ne grosse Nuss
oder vielleicht hält es gar seinen Bauch
und freut sich, weil es da drinnen auch
geistert und spukt und bald wird es sein
gebirt das Gespenst ein Gespensterlein?

S‘Dorli het ä Chischte
mit gang ganz vill Schätz
und mängisch tuets drin gruschte
und freut sich denn wie lätz
wenn jedi einzel Choschtbarkeit
ihns zrugg erinnere tuet
a mänge Mönsch, a mängi Freud
a mängi Liebesgluet
es Lächle huscht em über‘s Gsicht
und s’nimmt e jedes Ding
leit’s denn wieder zrugg in d‘Chischt
und dänkt:
„Wie isch doch s’Läbe schön!“

gruschte – rumstöbern
Wie lätz – wie verrückt

S‘Dorli isch trotz bruune Auge
blauäugig öppedie
es het en zimli starche Glaube
wo halt chindlich irgendwie
vertraut dass alles positiv
und guet uf Wäge isch
mä cha au säge s’isch naiv
grad‘s Gegeteil vo kritisch
Drum chunnts halt vor, das mängs nid so
wie’n Ääs dänkt sich verhaltet
dass Ääs enttüscht wird und derno
si heili Wält sich spaltet
Doch für immer währt keis Bebe
jedi Ufruehr goht verbi
und wenn‘s au hart isch lernts denn ebe
s’nöchscht Mol besser gwappnet z‘si
D‘Kunscht isch aber trotz Enttüschig
immer wieder z’glaube dra
dass s‘Guete gwünnt und trotz Entrüschtig
s‘Härz am rächte Fläcke z’ha

Übersetzung ins Deutsche am Schluss
I säg‘s emol luut
und no chli luuter:
De Luther het gseit
es isch nid unluter
dass d’Frau für sich en Liebhaber het
wenn ihre Gemahl nid cha und nid wett
Vor 500 Johr het er das gseit!
E wiisi Maa
het Wiitsicht gha
und gseh, dass me das mache cha
Und dass en Dritte
do chan chitte
und d’Ehr von’ere Familie rette!
Doch abgseh vo dem eine Grund –
nämlich dem: Mir bruuched Chind
isch d’Liebi was die meischte Mönsche
körperlich sich sehnlichscht wünsche
Was jetzt – wenn’s en Partner git
wo das Bedürfnis gar nid het?
Wieviel Lut(h)er, liebi Lüt,
wär sone „dritti“ Lösig hüt?

Vom ehelichen Leben (Martin Luther)
2, 146
„Wenn ein tüchtig Weib zur Ehe einen untüchtigen Mann überkäme und könnte doch keinen anderen öffentlich nehmen und wollte auch nicht gerne wider ihre Ehre tun, soll sie zu ihrem Manne also sagen: Siehe, lieber Mann, du kannst mein nicht schuldig werden und hast mich und meinen jungen Leib betrogen, dazu in Gefahr der Ehre und Seligkeit bracht, und ist für Gott keine Ehre zwischen uns beiden, vergönne mir, dass ich mit deinem Bruder oder nächsten Freund eine heimliche Ehe habe und du den Namen habst, auf dass dein Gut nicht an fremde Erben komme, und lass dich wiederum williglich betrügen durch mich, wie du mich ohne deinen Willen betrogen hast.“
(1522)
Übersetzung ins Deutsche
Ich sag es mal laut und noch etwas lauter:
Luther sagte, es ist nicht unlauter, dass eine Frau einen Liebhaber hat, wenn ihr Gemahl nicht kann oder nicht will. Vor 500 Jahren sagte er das! Ein weiser Mann, der Weitsicht hatte und sah, dass dies eine Möglichkeit ist
und dass ein Dritter hier „kitten“ und die Ehre der Familie retten kann. Doch abgesehen von dem einen Grund – nämlich Kinder zu zeugen – ist körperliche Liebe ja etwas wonach sich die meisten Menschen sehnen.
Was nun, wenn der Partner dieses Bedürfnis nun gar nicht oder nicht mehr hat? Wie „Luther“ (lauter) wäre es denn, liebe Leute, wenn man so eine „dritte“ Lösung heutzutage wählen würde?
In einem Acker mittendrin
liegt eine Hexenmagierin
die – so macht es ganz den Schein
verzaubert wurd‘ in einem Stein

Du lachst des Tages wenn ich komme
heim zu dir für alle Zeit
ein Festtag strahlend wie Sonne
hältst du schon heut für mich bereit
Über alle Himmelssphären
wirst du mich führen, Herrlicher
und jubelnd werden Engelsscharen
Lieder singen dir zur Ehr
Durch ein Meer von Licht und Friede
wirst du mich tragen heimatwärts
und ewiglich wird deine Liebe
mich umfangen – Vaterherz!
