After all

After all
it's just a door
through which one day
I'll walk for sure
and even if it's closed for now
it opens up my mind
somehow
I always loved
to think beyond
death and heaven,
all of that kind.
And since you' re there
I - even more -
feel like I’m drawn towards that door

Well - it means,
I think a lot
about our life, in every thought,
in all I do,
although you're gone,
your memory
is living on.
No door can stop it,
nor a key.
Love passes through eternity

Gedanken zum Ewigkeitssonntag/ Nachkommen

Beitrag zur Novemberaktion von Petra Schuseil vomTotenhemdblog

Heute ist Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag genannt, an welchem in den evangelischen Kirchen den Verstorbenen gedacht wird. Er ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr vor dem ersten Adventssonntag.
Wer mehr darüber lesen möchte, hier.

Der Ewigkeitssonntag schenkt uns Gelegenheit, gemeinsam mit anderen feierlich inne zu halten, um das Leben zu umarmen und denen zu gedenken, die uns vorausgegangen sind. Wir sind die Nachkommen. Wir sind die, die ihnen eines Tages nachkommen werden. Was danach kommt, ist ein heiliges Geheimnis 😌
Im Bewusstwerden unserer irdischen Vergänglichkeit, im Gedenken an unsere Lieben und dem, was sie in uns hinterlassen haben, dürfen wir neu getröstet der Aufforderung des Lebens nachkommen:

Lebe! Liebe! Glaube und hoffe!


Möge ihr Andenken allen Nachkommenden ein Segen sein







Engel bleiben nicht für immer

manche Menschen sind wie Engel – sie sind plötzlich da, zur rechten Zeit, am rechten Ort. Und dann sind sie wieder fort…


Engel bleiben nicht für immer
sie sind da, wenn du sie brauchst
begleiten dich,
bis du dich wieder
mutig durch das Leben traust

Engel sind bei dir so lange,
bis du neue Flügel kriegst,
dich erhebst aus dunkeln Tälern
und das Leben wieder liebst

dieser Engel wohnt allerdings schon lange bei mir.
Er ist ein Geschenk von meiner Enkelin und erinnert mich daran,
dass wir nie alleine sind
🥰🥰🥰

Hochzeitstag

Ich sitze im lauschigen Gartencafe des jüdischen Museums und warte auf meine Bestellung. Nach einer zweistündigen Fahrt mit dem Fahrrad brauche ich eine Pause,  bevor ich an der Führung im Museum teilnehme.

Die Fahrt war schön, dem Rhein entlang auf gut ausgebauten Fahrradwegen. Wunderbares Wetter. Nur meine Seele wollte das alles nicht sehen. Heute ist unser Hochzeitstag.
In meinen Gedanken zogen die Erinnerungen vorbei – wie die Landschaft am Rhein und der sanfte Fahrtwind versuchte ständig, meine Tränen zu trocknen. 
Ich sollte heute doch nicht alleine sein.

„Weisst du noch lieber Jürg, wie wir unseren ersten Hochzeitstag gefeiert haben? Frühmorgens noch in der Dämmerung sass ich im Brautkleid im Garten auf einer Couch, die Türe zum Schlafzimmer weit offen. Eine romantische Lichterkette, ich glaube, ich habe sogar Kaffee gekocht und aus den Lautsprechern ertönte das Liebeslied, welches wir beide so mochten
Ich habe einfach gewartet, bis du davon aufwachst und rauskommst. Und du kamst  – mit einem grossen Brautstrauss! Es war wundervoll!
Am zweiten Hochzeitstag schenktest du mir zwei Blumensträusse, am dritten drei😊
Aber es gab dann auch Jahre ohne Blumen und Jahre, wo wir den Tag vergessen haben. Das war auch ok.
Heute wäre ich allerdings glücklich, mit dir feiern zu können. Es tut einfach so weh, dass du nicht mehr da bist.“

Ah – die Kellnerin kommt mit dem Kaffee und dem Kuchen, den ich vorher an der Theke ausgesucht habe. Der sah so lecker aus. 
„Was ist das eigentlich für ein Kuchen?“ frage ich die Dame. 
„Oh, das ist unser Spezial Angebot – eine jüdische Hochzeitstorte!“

„Hey – das ist jetzt aber nicht im Ernst? Sag mal – und ich blickte kurz zum Himmel – du Jürg?“  „Doch, doch, und nun iss schon, es ist unser Hochzeitstag, und du kannst ruhig für mich ein kleines Stück mitessen.“

Das habe ich dann auch getan. Ich ass den Kuchen fröhlich auf, genoss die anschliessende Führung durch die Ausstellung und fuhr gegen Abend gut gelaunt wieder nach Hause. Unterwegs legte ich einen Halt ein und liess am Rheinufer meine Seele baumeln. Was für ein schöner Hochzeitstag war das!
Danke Jürg, dass du doch noch bei mir warst.