Novembergrau

Novembergrau hüllt sich in Schweigen 

rauhe Winde jagen sich

düstere Gedanken fragen

plagen und bedrücken mich

 

Welt, die viel zu gross geworden

Zeit, die rasend schnell vergeht

Schicksal eines jeden Menschen

Erde die sich ewig dreht

 

Leben, dass mich überwältigt

Tod, und ob es weitergeht

Kinder, die geboren werden

Zukunft die vielleicht noch wird

 

Novembergrau hüllt sich in Schweigen

schwer und träge ist das Wort

Donner rollen und der Regen

peitscht die letzten Blätter fort

 

DSC06805 (Medium)

 

 

verbunden

Was ist es, was ich fühle

nach vielen Jahren noch?

in mir

ich spüre es ganz deutlich

lebendig, nah und doch…

 

ist mir nicht dein Leben

längstens unbekannt

Freundin

ist’s nicht längst vergessen

was damals uns verband?

 

So oft ich an dich denke

stürmt es auf mich ein

und heut‘

in meinem Traume

riefst du mich plötzlich an:

 

Ich hielt den Hörer fest

in meiner Hand und lauschte

Stille

du sagtest gar kein Wort

nur die Verbindung rauschte

Für einen Augenblick

sah ich die Kinderschar

im Traum

die Deinen und die Meinen

als ob es gestern war

Wie liebte ich die Tage

die wir bei euch verbracht

Jahr für Jahr

dass es nicht so bliebe

hätt ich nie gedacht

Ich bat dich doch zu sprechen

doch blieb die Leitung still

schliesslich

 hab ich unterbrochen

mit mulmigem Gefühl

 

Noch Tage später war es mir

als würd im Augenblick

das Telefon

als müsste es doch klingeln

und der Traum käm noch zurück!

 

Er kam nicht, doch traf׳s mein Herz

als ich es spät erfahren

das Schweigen damals

war dein Schmerz

dein Kind – hast du verloren

 

in Verbundenheit für Tabita und Omer

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