der Ziegenpeter kommt auf Besuch

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Niemand hat Dita gefragt, ob sie sich in dieser Verfassung fotografieren lassen wollte. Man hat sie einfach genommen und hingesetzt. Kilck. Klick klick….Sie fühlte sich schrecklich. Wie ein Ungeheuer musste sie aussehen. Es fühlte sich an, als würde sich eine dicke Schlange  in ihrem Hals kringeln. Nicht genug damit, dass die Schlange ihr Gesicht aufs gröbste entstellte, es tat auch noch weh und schränkte ihre Mimik auf den einen Gesichtsausdruck ein. Siehe Bild . Mutti und Vati fanden es bemerkenswert, oder besser fotografierenswert. Dita liess es über sich ergehen, sie hatte ja gar keine Wahl. Das Unglück begann schon ein paar Tage vorher. Dita wurde zu Onkel Kurt und Tante Hermine gebracht, weil Mutti ins Spital musste, da der kleine Bruder auf die Welt kommen wollte. Eigentlich hatte sich Dita auf die Ferien gefreut. Tante Hermine war sehr lieb, der Onkel auch und ihre Kinder, die schon grösser waren, freuten sich ebenfalls auf den Besuch der kleinen Dita. Tante und Onkel hatten ein grosses Haus mit vielen Zimmern, eine zweite Etage, welche über eine grosse Treppe erreichbar war. Diese hat Dita schon immer beindruckt. Wenn man sich oben an der Treppe hinsetze, hatte man einen guten Überblick über das Wohnzimmer. Spielsachen gab in Hülle und Fülle. Sie fühlte sich wohl bei der Familie und genoss die Aufmerksamkeit, die ihr zuteil wurde. Eines Nachts erwachte sie und spürte, dass etwas mit ihrem Hals nicht stimmte. Da war wie ein Klumpen drin. Eben die Schlange. Sie wollte dieses ungute, fremde Gefühl loswerden, aber es ging nicht. Es wurde nur noch schlimmer fing an zu schmerzen und damit war es auch schlimm, dass Mutti nicht da war. Sie lag in ihrem Bettchen wach bis zum Morgen, voller Angst, was mit ihr passieren würde. Schreckliches Heimweh plagte sie. Schliesslich konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Die Tante erschien ob ihrem Weinen und wusste beim Anblick des Kindes natürlich sofort, was los war. Dita hatte den Ziegenpeter. Weiter war das ja nicht schlimm. Damals durfte man noch Kinderkrankheiten bekommen. Tante Hermine, wie auch der Rest der Familie kümmerte sich rührend um die kranke Dita, so, dass sie sich trotz des dicken Klotz im Hals, bald wieder besser fühlte. Und dann kam schon bald der Tag, an dem sie nach Hause durfte zu Mutti und Vati und dem neuen Bruder. Er sah übrigens nicht viel besser aus. Mit seinen fast 6kg Geburtsgewicht war er nahezu doppelt so gross wie ein normales Neugeborenes. sein Gesicht war ziemlich dick. Er hatte vielleicht auch einen Schlange im Hals. Für Dita war das in diesem Moment aber kein Trost. Gut, ist der Ziegenpeter bald darauf wieder gegangen und hat der Freude über den neuen Bruder Platz gemacht. Auch das Gesicht des Bruders hat sich mit der Zeit entspannt und das Riesenbaby ist zu einem herzigen Buben herangewachsen. Unvergesslich aber blieben der Dita die schönen Ferien bei Tante Hermine und Onkel Kurt…dank dem Ziegenpeter.

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der grosse kleine Bruder neben einem normalen Neugeborenen